Hauptmenü

Sicherheits-Druckbelüftungen

Aufgabe:

Die Ausbildung von Sicherheitstreppenhäusern ist baurechtlich inbesondere für Hochhäuser eine Forderung. Es handelt sich um die Sicherstellung der vertikalen Fluchtwege. Durch eine Überdruckbelüftung wird erreicht, dass auch bei teilweise geöffneten Türen kein Rauch in das Treppenhaus eindringen kann oder zumindest sehr schnell wieder abgeführt wird.

Üblicherweise orientieren sich diese Anlagen an den Klassen, die in EN 12101-6 angegeben sind, obwohl fachlich unstrittig ist, dass diese Norm noch einige Fehler und Widersprüche enthält, die eine Umsetzung 1:1 der angegebenen Forderungen physikalisch unmöglich macht. Auch stehen einige Anforderungen der neuen deutschen Hochhausrichtlinie im funktionalen Widerspruch zu einer befriedigenden Funktion der Treppenraumdruckbelüftung, welche auch unter den Namen Differenzdrucksystem (DDS) und Rauchdruckschutzanlage (RDA) im Brandschutz ohne den expliziten Bezug zu Treppenräumen bekannt ist.

 

Lösung:

Für Häuser unterhalb der Hochhausgrenze sowie im Bereich bis ca. 40-45 m Höhe spielt der Witterungseinfluss auf die Treppenhausdruckbelüftung im Normalfall keine große Rolle und es können Standardsysteme eingesetzt werden, solange für eine ausreichende Nachströmung in die Treppenhäuser (ggf. über parallele Schächte) und eine geeignete Druckentlastung in den Geschossen (über Fassaden, dann aber mit Windeinfluss oder über Druckentlastungsschächte mit geeignetem Querschnitt) gesorgt werden kann. Beide Punkte können insbesondere in Bestandsbauten kritisch zu realisieren sein und schlucken auch bei neu konzipierten Hochhäusern heiß begehrte Grundfläche auf jeder Ebene.

Die sinnvolle (Vor-)Auslegung der Treppenhausdruckbelüftung ist daher bereits in der frühen Vorplanung zu überlegen, da eindeutig grundrissrelevant schon bei der Kerngestaltung. Hierzu gehört auch, dass durch die Kerngestaltung mitbestimmt wird, wo die Bereiche mit erforderlicher Druckbelüftung enden und wo der Druck entlastet werden kann. Je höher dabei die Gebäude werden, desto eher entstehen auch ggf. nachteilige Wechselwirkungen mit den Schächten der (Feuerwehr-)Aufzüge.

 

Vorteile:

  • Unsere Beratung schon in der frühen Planungsphase erlaubt konzeptionelle Fehler bei der Kerngestaltung und Auslegung der sicheren Bereiche zu vermeiden und ausreichende Schachtquerschnitte passend anzuordnen.
  • Spätere Strömungssimulationen erlauben die korrekte Auslegung der Volumenströme und Druckregelelemente sowie der zugehörig erforderlichen Steuerungskonzepte und ggf. Parameter.
  • Bei Bedarf können wir auch Abnahmeprüfungen vor Ort und allgemeine Prüfungen von Systemen im Prüfstand durchführen.

Unsere Mitarbeit in den deutschen und europäischen Normengremien sichert Ihnen schon heute den erforderlichen Ausblick auf morgen!