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Schlagregen an Dacheindeckungen

Die Versuche werden im I.F.I. Schlagregen-Windkanal durchgeführt.

Das Versuchsdach mit einer Breite von 2 m und mit einer Länge von 3 m (bis zum First) wird mit den vom Hersteller angelieferten Ziegeln oder Dachsteinen eingedeckt. Das Versuchsdach wird so eingebaut, dass die Vertikalachse des Versuchsdachs gegen
die Vertikalachse des Windkanals geneigt werden kann, um unterschiedliche Dach­neigungen untersuchen zu können.

Zur Regensimulation wird Wasser mittels zwei Reihen von Düsen oberhalb des Prüflings in den Luftstrom eingebracht.  Aus durchgeführten Grundlagenstudien ist bekannt, dass der Regeneintrag in den Dachlattenraum hauptsächlich dadurch bedingt ist, dass der windbedingte Aufstau im Bereich der Dachsteinunterkanten das nach unten fließende Oberflächenwasser in den Dachlattenraum hineindrückt. Die in den Luftstrom eingesprühte Wassermenge wird daher so justiert, dass Regen auf ein 10 m langes Dach simuliert wurde. Die Versuchsergebnisse lassen sich folglich auf die Situation an geneigten Dächern von typischen Bürogebäuden und Appartementblocks übertragen.  

Der Prüfling wird mit einer sorgfältig abgedichteten PE-Unterspannbahn versehen. Windbedingt in den Lattenraum eingetragenes Wasser tropft auf die Unterspannbahn und fließt von dort auf dieser nach unten. Die Unterkante der Unterspannbahn ist mit einer Regenrinne verbunden, so dass sich dort das in den Dachlattenraum eingetretene Wasser sammelt. Die gesammelte Menge wird durch Wiegen bestimmt.