Lehrgang zur Zusatzqualifikation
Fachplanung für Entrauchung
Vorbeugender Brandschutz war noch vor ca. 2 Jahrzehnten ein nur kleiner Teilbereich der universitären Ausbildung in den Fakultäten/Fachbereichen des Bauingenieurwesens. Mittlerweile bieten mehrere deutsche Hochschulen Vertiefungsrichtungen zu diesem Thema an. Dies verdeutlicht den erhöhten Stellenwert des vorbeugenden Brandschutzes im Bauwesen und im allgemeinen Bauverständnis. Allerdings wird der vorbeugende Brandschutz wesentlich als baulicher Brandschutz aufgefasst. Nicht Gegenstand der brandschutztechnischen Ausbildung an deutschen Hochschulen ist daher i. A. das Thema Entrauchung, obwohl der überwiegende Anteil von gesundheitlichen Schäden – und auch Toten – rauchbedingt ist. Dass die Entrauchungsproblematik bei der universitären Ausbildung im vorbeugenden Brandschutz kaum, falls überhaupt, behandelt wird, hat Gründe, die im Curriculum der Fakultäten/Fachbereiche des Bauingenieurwesens zu suchen sind:
Auch bei der Ausbildung zum öffentlich bestellten und vereidigten oder zum staatlich anerkannten Brandschutzsachverständigen fehlt eine fundierte Unterrichtung in den Grundlagen der Entrauchung vollständig. Entrauchungsmaßnahmen werden dort ausschließlich nach Normen und Regelwerken behandelt, welche die physikalischen Vorgänge stark vereinfachen und nur für einfache Baukörpergeometrien geeignet sind. Hier soll die im Folgenden beschriebene Weiterbildung „Fachplanung für Entrauchung“, die bereits vollständig entwickelt wurde und im Frühjahr 2010 erstmals durch I.F.I. in Kooperation mit der Bundesvereinigung Fachplaner und Sachverständige für den vorbeugenden Brandschutz e.V. (BFSB) geführt werden soll, Abhilfe schaffen. Eine eintägige Veranstaltung als Zusammenfassung und Bekanntmachung der vorgesehenen Weiterbildungsmaßnahme hat am 21.08.2009 mit großem Erfolg in der IHK Koblenz stattgefunden.
Für die Weiterbildung „Fachplanung für Entrauchung“ ist eine berufsbegleitende Veranstaltung an 12 Wochenenden (freitags und samstags) mit jeweils insgesamt ca. 14 Unterrichtsstunden (à 45 min), also insgesamt etwa 160 Unterrichtsstunden vorgesehen. Der theoretische Unterricht wird durch praktische Übungen im Labor des I.F.I., im Windkanal des I.F.I. und im Brandhaus der Berufsfeuerwehr Aachen ergänzt. Beispiele aus der Praxis runden die theoretische und praktische Ausbildung ab.
Das Curriculum ist dem Anhang zu entnehmen.
Zielgruppe der vorgesehenen Veranstaltung sind Mitglieder von Baubehörden, Feuerwehren und Brandschutz- und Sachverständigenbüros sowie Hochschulangehörige, die auf dem Gebiete des vorbeugenden Brandschutzes tätig sind und dort ausreichende Vorkenntnisse besitzen. Die Weiterbildung soll die Ausbildung im vorbeugenden Brandschutz ergänzen.
Die einzelnen Themenbereiche werden von Dozenten und Sachverständigen des I.F.I., der BFSB und weiteren externen Experten vertreten, die alle eine langjährige Erfahrung sowohl in ihrem Sachgebiet als auch im vorbeugenden Brandschutz besitzen.
Der theoretische Teil des Lehrgangs findet in den Räumen der IHK Aachen, der praktische Teil im Labor des I.F.I. und im Brandhaus der Berufsfeuerwehr Aachen statt.
Der Lehrgang schließt mit der Ausführung einer Projektarbeit und der schriftlichen und mündlichen Prüfung bei der IHK ab.
Beginn der Ausbildung: 9.4.2010 Dauer: 12 Wochenenden
Anmeldeverfahren: Details zum Anmeldeverfahren können der
Broschüre entnommen werden, die zum Download zur Verfügung steht.
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